Unsere Chronik

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr

Wie aus den Mitteilungen des NÖ Landesfeuerwehrverbandes sowie der Kremser Feuerwehrzeitung vom 15.12.1890 entnommen werden kann, wurde die Freiwillige Feuerwehr Senning im Gasthaus Aigner gegründet.


Josef Eder Obmann des Bezirksverband Stockerau

Bürgermeister Michl Haller

 

Josef Aigner Hauptmann       Karl Roitner Hauptmann Stv.

Hochw. Paul Maschek           Johann Bachheimer Schriftführer

Josef Ehn Steigerobmann      Josef Dangl Spritzenobmann

Lorenz Fröschl Obmann der Schutzmannschaft

Geschichte unserer Wehr

Am 1.1.1891 beschließt die FF Senning die Statuten nach den Musterstatuten des NÖ Landesfeuerwehrverbandes aus dem Jahre 188 mit einigen Abweichungen

- der Mitgliedsbeitrag beträgt 2 Gulden 40 Kreuzer (statt 2 Gulden)

- Funktionsdauer von Hauptmann, Stellvertreter, Zugsführer und Ausschuss 3 Jahre (statt 1 Jahr)

- Gestrichen: Ehrenmitglieder genießen alle Rechte der übrigen Mitglieder, sind jedoch von allen Verpflichtungen befreit

- Vermögen: Aus den Beiträgen der ausübenden und beitragenden Mitglieder

 

Diese Statuten wurden am 8.1.1891 im Gemeindeausschuss bestätigt und am 24.2.1891 von der k.k. no. Statthalterei genehmigt. Von diesen Statuten
wurden 50 Büchlein gedruckt, wovon noch eines erhalten ist. 





 

1891: 24.1. Lieferung  der Spritze der Fa. Hekele aus Wien-Fünfhaus (900 Gulden)

18.5. Anschaffung von 24  Uniformen.

Die Wehr hatte von  Anfang an Geldsorgen, es wurden 36 Gesuche an Banken, Versicherungen und Firmen  um einen Zuschuss zum Ankauf von Feuerlöschgeräten gerichtet. Die FF Senning war auch  zuständig für die Gemeinden Hatzenbach, Roseldorf und Geitzendorf. In diesen  Gemeinen wurden auch laufen Sammlungen durchgeführt. Da es noch kein Telefon
gab wurde zum Ausblick in diese Gemeinden beim Gerätehaus ein Steigbaum
errichtet.
Wie der Name schon sagt,  wurde auf diesen Baum mittels Steigeisen hinaufgestiegen um Ausschau zu halten,  ob es in einem Ort einen „Brand“ gab. Die Funktionsbezeichnung „Steiger“  erinnert ebenfalls daran.

Dieser Steigbaum wurde  bis circa 1930 benützt.

 

Nachdem bereits eine Spritze  und diverse andere Ausrüstungsgegenstände vorhanden waren, musste an den Bau  eines Gerätehauses gedacht werden. Als der Rohbau bereits fertig war wurde am 26.10.1891 ein Ansuchen um Baubewilligung gestellt.

Am 31.10. erfolgte die  Bauverhandlung. Dieser Bau wurde nach Erfüllung einer Bedingungen genehmigt. Am  25.11.1891 erfolgte die feierliche Übergabe des Feuerlösch-Requisitenhauses.

1892: Abonnierung der Feuerwehrzeitung „Feuerwehrsignale“

An Einsätzen wurden 5 Brände in Höbersdorf, Hatenbach und Senning verzeichneet.

Im Jahre 1892 wurde der 1te Senninger Feuerwehrball abgehalten.



Fasspumpe

Die Bevölkerung von Senning mit dem Löschgerät.
Die Fasspumpe von 1890 wurde von Herrn EBI Schermann Willi restauriert und dient heute als Ausstellungstück



1893: Der NÖ Landesausschuss  genehmigt in seiner Sitzung am 30.10. eine Subvention von 100 Gulden zum Ankauf  von Löschgeräten.

 

1894: Die Wehr hatte  bereits 31 Mitglieder.

 

1897: Für die gesamte Mannschaft werden Gurten und Helme angeschafft.

 

1989 Ein Brandeinsatz in Leitzersdorf.

 

VON DER  JAHRHUNDERTWENDE ZUM ERSTEN WELTKRIEG

 

Das  auslaufende 19. und das anbrechende 20. Jahrhundert waren gekennzeichnet von einem letzten sich Aufbäumen der Monarchie mit all ihrem äußerlichen Pomp und
Glanz, aber auch vom sozialen Elend großer Bevölkerungsschichten. Einerseits
sonnte man sich im „Zauber der Montur", der große Teile des öffentlichen
Lebens beherrschte, und in der Walzerseligkeit, andererseits prägten karge
Erträge in der Landwirtschaft und eine 70- Stundenwoche ohne Urlaub der Arbeiter
das Bild der Provinzen. Trotzdem musste man mit dem Vorhandenen zufrieden sein
und das Beste daraus machen. Selbst in den kleinsten Dörfern versuchte man die
Großen nachzuahmen. Der Glanz der Uniformen begeisterte überall; neben dem
edlen Hauptgedanken der selbstlosen Hilfe für in Not geratene Menschen mag er
wohl auch ein Grund für den regen Zuspruch, den die Feuerwehren hatten, gewesen
sein. Um die Jahrhundertwende nahm das feuerwehrwesen in Niederösterreich einen
kometenhaften Aufschwung. Im Jahr 1911 bestanden in diesem Kronland 1.443
Freiwillige Feuerwehren mit über 52.000 Mann, 74 % aller Ortsgemeinden waren
bereits mit Feuerwehren versorgt. 1910 konnten 2.086 Brände im Ortsgebiet und
2.046 Brände außerhalb des unmittelbaren Standortes der Feuerwehren bekämpft
werden. Mit 1. Jänner 1900 wurde die Guldenwährung von der Kronenwährung
abgelöst, für einen Gulden erhielt man zwei Kronen.

 

1901: Nach einem Brand am 18.1.1901 in Geitzendorf wurden für die Mannschaft Mäntel angeschafft.

 

1903: Am 18.8. wurde unsere Wehr zu einem Brand nach Obermallebarn gerufen.

„Um ¾ 12 Uhr mittags brach ein Feuer aus das in kürzester Zeit 10 Scheunen, vollgefüllt mit reichlicher Frucht, und drei Wohngebäude einäscherte. Der heftige Süd-Westwind verbreitete den Brand mit ungemeiner Schnelligkeit. Den 9 Feuerwehren gelang es nach zweistündig, rastloser Arbeit das Feuer auf den unteren Ort zu
beschränken. Einige Haustiere verbrannten. Eine Frau die unter brennendem Dach
ahnungslos das Mittagsmahl bereitete, wurde vom eigenen Sohn gerettet“.

 

1904: Durch den Brand in Obermallebarn wurde die Wichtigkeit eines gezielten Löschangriffes erkannt und mit dem Ausbau der Feuerwehr begonnen.

Als erste Anschaffung erfolge ein Hydrofor.

 

1908: Brandeinsatz in Leitzersdorf.

In diesem Jahr feierte die gesamte Monarchie 60-jährige Regierungsjubiläum des Kaisers Franz Josef I. Unsere Wehr nahm an einem Fackelzug teil.

 

1910: Ankauf von 30 Uniformen. Die Feuerwehr fuhr zu einem Brand nach Sierndorf.

 

1911: Am 25.3. wurde die FF Roseldorf gegründet. Unsere Wehr war nun für diese Gemeinde nicht mehr zuständig.

 

1914: 6.1.1914

Unser ältestes Mitglied HLM „Franz Böck“ trat der FF bei.

Am 28. Juli 1914, nachdem genau ein Monat, zuvor Thronfolger Franz Ferdinand in Sarajevo ermordet worden war, begann der Erste Weltkrieg. Im Zuge der allgemeinen
Mobilmachung mussten von unserer Wehr fast alle Mitglieder teilnehmen.

 

DIE  NACHKRIEGSJAHRE

 

Bei der ersten Versammlung nach dem Krieg wurde der gefallenen Kameraden gedachte.

 

1919: Die Abhaltung eines FF-Balles und Durchführung einer Theateraufführung wurde beschlossen und ausgeführt.

  

1920: Am 4. Mai wurde die FF Hatzenbach gegründet und aus der Zuständigkeit der FF Senning entlassen.

 

1922: Es erfolgte die Lösung von Geitzendorf durch Gründung einer eigenen Wehr.

Somit war die Wehr nur mehr für die Gemeinde Senning zuständig.

 

1923/24: Es erfolgte der Währungsverfall.

Einnahmen laut Kassabuch 4,398.020,-- Kronen, Ausgaben 626.100,-- Kronen; Kassastand 3,771.920,-- Kronen.

Am 18.8.1924 wurden wir zu einem Brand nach Wolfpassing gerufen.

"Kirtagsmontag um 23.00 Uhr brannten die beiden mit Frucht gefüllten Scheunen des
Wirtschaftsbesitzers Ferdinand Hainzlmaier und Josef Summerer. 9 Wehren waren
im Einsatz". Am 12.12. wurde die neue Schillingwährung eingeführt. Für 10.000,-- Papierkronen erhielt man einen Schilling.

 

1925: An Pfarrer Paul Maschek wurde eine Ehrenurkunde überreicht.

 

1927: Es erfolgte eine Theateraufführung des Burschenvereines zu Gunsten der Feuerwehr. Ebenfalls wurde, um zu Einnahmen zu kommen, eine Liedertafel abgehalten. 28.3. Scheunenbrand beim Ausnehmer Florian Forstner. Die Scheune brannte ab. 14.8. Pfarrer Paul Maschek feiert sein SO-jähriges Priesterjubiläum.

In diesem Jahr erfolge eine testamentarische Spende zu Gunsten der Wehr von Frau Maria Dangl über 457,50 Schilling. Am 25. Juni hielt die moderne Feuerlöschtechnik auch in unserem Ort Einzug. Es wurde von der Firma Knaust die erste Motorspritze "Knaust F 60/3" samt Schlauchmaterial und Zubehör angekauft (Kaufpreis 4.441,50 Schilling).

Handdurckspritze um 1900

1928: Großfeuer in Leitzersdorf. 12 Scheunen brannte ab.

13.05. Es erfolgte die Motorspritzenweihne mit Schauübung und Weihe der Florianistatue. Als Patin fungierte Frau Anzböck.

  

1935: Große Überschwemmung in Hatzenbach. In Roseldorf brannte der Ziegelofen ab.

 

1936: Aus dem Kassabuch ist ersichtlich, dass die Florianifeier erstmals in Geitzandorf
abgehalten wurde.

 

1937: Überschwemmung Streitdorf und Sierndorf.

"31.7. - 1.8. Der Silberbach trat aus den Ufern. Mehr als kniehoch rann das Wasser
durch die Straßen. Das Land zwischen Göllersbach und Bahnstraße war ein
See".

 

1938: Unwetter in Höbersdorf.

 

ANSCHLUSS UND ZWEITER WELTKRIEG

 

Gesetz über das Feuerlöschwesen

In der dritten Durchführungsverordnung zum Gesetz über das Feuerlöschwesen wurde
festgelegt, dass die Freiwilligen Feuerwehren in ganz Österreich als Vereine zu
bestehen aufgehört hatten. Nun wurden sie direkt den Gemeinden unterstellt, sie
waren eine "gemeindliche" Einrichtung, "eine technische
Hilfspolizeitruppe für Hilfeleistungen bei öffentlichen Notständen aller
Art". Die Mindeststärke betrug 18 Mann, Juden durften nicht aufgenommen
werden. Der Hauptmann hieß ab nun Wehrführer, war vom Bürgermeister auf den
Führer zu vereidigen und blieb einstweilen kommissarisch im Amt. Es genügte, „dass
gegen denselben in staatspolitischer Hinsicht nichts einzuwenden ist und dass
die Gewähr bietet, sich für das Feuerwehrwesen restlos einzusetzen".

 

Die Gemeinde übernahm alle schriftlichen Unterlagen und alles bewegliche und
unbewegliche Besitztum der Feuerwehr. Die bisher übliche Protokoll- und
Kassenführung war daher nicht mehr möglich. Sammlungen und Veranstaltungen der
Feuerwehr zugunsten ihrer Ausrüstung waren verboten, die Gemeinde musste zur Gänze für die Erhaltung aufkommen. Im selben Jahr wurden die blauen Uniformen der deutschen Feuerwehren eingeführt. Alte braune Uniformen durften jedoch – versehen mit den neuen deutschen Gradabzeichen - ausgetragen werden.

 

1942: Es wurde eine Tragkraftspritze "TS 8 (30 PS) von der Firma Rosenbauer
gekauft.

 

1945: In Senning brannten 5 Scheunen gleichzeitig ab. Brandlegung wird vermutet.

 

DER WIEDERAUFBAU

 

Lange bevor Landeshauptmann Josef Reither am 2.11.1946 seinen Aufruf zum Eintritt in die Freiwilligen Feuerwehren erließ, hatte unsere Wehr den Betrieb wieder aufgenommen. Auszug aus dem Aufruf:

"Männer
aus Niederösterreich, die Freiwilligen Feuerwehr- und Rettungsabteilung unseres
Landes rufen nach Euch!"

 

Ende 1949 wurden die Freiwilligen Feuerwehren von der Sicherheitsdirektion für das Land Niederösterreich auch rechtlich wieder als Verein anerkannt. Seit 1945 war
keine Rechtsgrundlage vorhanden gewesen doch dies hatte dem Feuerwehrgedanken und dem Einsatzwillen keinen Abbruch getan.

 

In diesem Jahr verschwand eine seit Jahrhunderten für jeden Ort und seit der Gründung der Feuerwehren auch für diese äußerst wichtige Person von der Bildfläche: Der Nachtwächter Er sorgte früher bei Nacht für Sicherheit im Dorf, nun wurde ihm diese Arbeit von der Gendarmerie abgenommen. Früher war er der Erste der einen entstehenden Brand im Ort und in Nachbarorten bemerkte und Feueralarm schlug. Jetzt wurde er durch Telefon und Sirene ersetzt.

 

1949: Die FF hatte bereits 12 ausgebildete Maschinisten.

 

1953: Am 26.1 wurde ein Feuerwehranhänger von der Fa. Mut angefertigt.

Ein weiterer Feuerwehranhänger wurde von einigen Kameraden selbst nachgebaut.

 

1954: Am 17.3. nahmen 31 Mann beim Begräbnis von Pfarrer Ofner teil.

 

DONAUHOCHWASSER

 

Das größte  Donauhochwasser seit 1899 brachte für unsere Wehr schwere Einsatztage mit sich.

 

Auszug aus dem Protokollbuch

 

"Am 12. Juli 1954, um 0.30 Uhr ertönte die Sirene zum Hochwasser nach Stockerau. Hauptmann  Schmöllerl Franz meldete die Wehr (13 Mann) um 1.15 Uhr bei der Bezirksfeuerwehrkommandostelle  (Polizeiwachzimmer). Von dort erhielten wir den Autrag, den zweiten Zug der Freiwilligen  Feuerwehr Stockerau bei der unteren Donaulände abzulösen. Die Wehr rückte um  14.00 Uhr ein.

 

Am 13. Juli  1954 um 6.30 Uhr ertönte abermals die Sirene zum Katastropheneinsatz nach  Stockerau. Um 7.20 Uhr meldete Hauptmann Schmöllerl die Wehr mit 15 Mann zum Einsatz.  Diesmal ging es nach Unterzögersdorf, dort mussten zwei Häuser geräumt werden. Nach  telefonischer Rücksprache kehrten wir zur KommandosteIle zurück und wurden zur  Sicherung des Göllersbaches eingesetzt.Herr Hauptmann Schmöllerl erhielt von Hauptmann Steinbach den Auftrag, einen Teil des Göllersbaches zu sichern.  Man konnte zum Schluss feststellen, dass die Wehr von Senning allein rechts des  Ufers tätig war. Punkt 20.00 Uhr übergab Hauptmann Schmöllerl dem Hauptmann Steinbach das Kommando zurück. Um 22.30 Uhr rückte die Wehr ein.

 

Am 17. Juli 1954 erhielt das Kommando zum letzten Mal den Befehl zum Hochwassereinsatz. Die  Gruppe von 10 Mann fuhr um 17.00 Uhr nach Stockerau. Nach Meldung bei der  Dienststelle wurden die 10 Männer auf zwei Gruppen geteilt.

 

Erste  Gruppe mit dem Gerät (Rosenbauer) arbeitete beim Stellwerk 2 bei einem Brunnen.  Die zweite Gruppe hatte die polizeiliche Aufsicht über das rechte Ufer des
Senningbaches. Um 8.50 Uhr den 18.7. rückte die Gruppe ein. Damit war für
unsere Wehr der Hochwassereinsatz erledigt. Unsere Wehr erhielt folgende
Dankesurkunde:

  

"Amt  der niederösterreichischen Landesregierung An die Freiwillige Feuerwehr in
Senning. In schwerer Zeit als durch das Donauhochwasser im Juli 1954
Menschenleben und  wertvolles Volksvermögen bedroht waren, hat Ihre Gemeinschaft freiwillig, ohne  nach Lohn und Entschädigung zu fragen, geholfen. Dieser selbstlose Einsatz hat gezeigt,  dass wahre Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft auch die ärgste Not besiegen  können.

 

Als Landeshauptmann von Niederösterreich spreche ich allen Beteiligten für diese
Tat den besonderen Dank der niederösterreichischen Landesregierung und der
gesamten Bevölkerung unseres Heimatlandes aus.

Wien im  Jänner 1955

Steinböck  eh, Landeshauptmann".

 

13.6. Die  Wehr nahm zum ersten Mal bei den 4. NÖ. Landeswettkämpfen in Stockerau teil.

15.11. Das  erste Feuerwehrauto wurde gebraucht von der FF Stockerau um 12.000 Schilling angekauft. Es handelt sich um einen Austro Fiat, Baujahr 1927, 50 PS, Aufbau offen, Vorbaupumpe F BO/5.

Erstes Feuerwehrauto(Austro Fiat 28) 1954 - 1968

1955: Gründung des Sparvereines „St. Florian" zu Gunsten der Feuerwehr. Verkauf
des Feuerwehranhängers der Fa. Mut. Am 14.1. erfolgte die Überstellung der
Autospritze von Stockerau nach Senning. Am 15.1. erfolgte die Einschulung
unserer Wehr durch die Kameraden des Ersten Zuges der Stadtfeuerwehr.

14.7. um 6.30 Uhr Hochwasserseinsatz in Senning (Fr. Schauer Nr. 23 - heute
Maschinenhalle Josef Wolf).

4.8 um 16.30 Uhr Brandeinsatz in Untermallebarn.

 

1956: 29.8. um 19.40 Uhr Brandeinsatz in Wollmansberg.

 

1957: 12.7. um 19.15 Uhr Brandeinsatz in Geitzendorf.

21.8. Feldbrand in Senning.

 

1958: 28.12. Brandeinsatz in Untermallebarn

 

1960: 19.6 70-jähriges Gründungsfest unserer Wehre

Programm: 8.00 Uhr hl. Messe und Heldenehrung ansehl.
Bezirksfeuerwehrtag.

Nachmittag: Weihe des Katastrophenzuges des Bezriksfeuerwehrverbandes
durch Dechant Wittek in Anwesenheit des Landesfeuerwehrkommandanten Ferdinand Heger.

Anschließend: Wettkampfvorführung der FF Ringendorf und Senning.

 

24.6. Teilnahme an den nö. Landeswettkämpfen in Mistelbach. Die Gruppe erreichte mit 354 Punkten das Leistungsabzeichen in Silber und belegte den ausgezeichneten 27
Platz.

 

1961: Fertigstellung der Ortswasserleitung. Damit erfolgte die Löschwasserversorgung
zusätzlich durch Hydranten. 19.6. Einweihung der Ortswasserleitung verbunden
mit einer Schauübung der Feuerwehr.

 

1965: 7.10. Ankauf eines Tragkraftspritzanhängers von der Fa. Brantner.

 

1966: Lieferung der Tragspritze Rosenbauer 75 VW TS 8

 

1968: Verkauf des Feuerwehrautos Austro Fiat sowie der Knaustspritze.

 

GROSSE VERÄNDERUNG

 

1970 hörten die Feuerwehren mit dem von der NÖ Landesregierung beschlossenen "NÖ Feuerpolizei und Feuerwehrgesetz" als Vereine zu bestehen auf und wurden
in Körperschaften öffentliches Rechts umgebildet. Der Kommandant musste die
vorgeschriebenen Lehrgänge absolvieren um sein Amt ausüben zu dürfen. Im Jahr 1971 erfolgte die Gemeindezusammenlegung, wodurch nun eine Großgemeinde für neun Feuerwehren zuständig wurde.

 

1971: Das Schlauchmaterial wurde erneuert und Gurten angekauft.

12.11. Brand Bauer, Geitzendorf

 

1973: Ankauf von 3 Stück Atemschutzmasken mit Filter (leichter Atemschutz)

 

1974: Es erfolgte die Umstellung der Einsatzbekleidung auf Europaanzüge.

 

1975: 4.6 um 0.15 Uhr Brand bei Herbert Haupt-Buchenrode Nr. 79 (Scheune).

 

1976: 3.3 Ankauf 260 m Schlauchmaterial.

13.7. Hochwassereins in Senning und Sierndorf.

20.7. Neuerlich Hochwassereinsatz in Senning. Der gesamte Ort wurde überflutet. Die
Feuerwehren aus Senning, Höbersdorf, Unt u.Obermallebarn, Sierndorf, Roseldorf
und Großmugl standen im Einsatz. Die Feuerwehr verzeichnete 30 Einsätze mit 693
Stunden.

 

1977: 31.1. Ankauf einer gebrauchten Schmutzwasserpumpe .

12.2. Beginn der Renovierungsarbeiten im Gerätehaus.

18.3. Ankauf einer neuen Sirene sowie 200 m Schlauchmaterial.

 

1978: 23.7. (Sonntagnachmittag) Brandeinsatz im Reitstall Spreitzer (heute Kappel Nr. 31) Die Wehr startete eine Feuerlöscheraktion. 30 Löscher konnten verkauft werden.

 

1979: Bau eines Löschteiches, der auch als Badeteich Verwendung findet.

26.6. Hochwassereinsatz. Ankauf eines gebrauchten Tragkraftspritzenwagens von der FF Ringendorf.

 

1980: Umstellung auf die grüne Einsatzbekleidung. Da die Reparaturkosten der Tragkraftspritze (Bj 1942) den Wert des Gerätes bereits überstieg wurde eine neue Tragkraftspritze TS 8 Supermatic der Fa. Rosenbauer angekauft und anlässlich des

90- jährigen Bestandsjubiläums am4.Mai gesegnet und in den Dienst gestellt.

 

1981: Da das Gerätehaus bereits zu klein geworden ist, wurde mit dem Zubau einer Fahrzeughalle begonnen. Am 23.3. erfolgte die Bauverhandlung und am 7.4. war Baubeginn. 

20.4. um 10.30 Uhr Kellerbrand bei Svatomir Vodak (Nr. 104). Um die ständig steigenden Ausgaben decken zu können bzw. ein Feuerwehrauto ankaufen zu können, wurde mit der Abhaltung von Feuerwehrfesten begonnen. So fand vom 28. bis 30 August das 1. Senninger Feuerwehrrest statt.

Erster Feuerwehrheuriger 1981

1982: 8.8. um 20.45 Uhr Feldbrand (Blitzschlag) Karl Bauer Nr. 11. Aufnahme von Johann Forstner Nr. 13 zum Ehrenmitglied. Es wurden 21 Einsätze mit 531 Stunden
verzeichnet.

 

1983: 19.7. um 13.50Uhr Feldbrand Josef Forstner Nr. 36, Karl Strohmayr Nr. 39 u.a.

Die Wehren aus Stockerau, Höbersdorf, Sierndorf, Spillern, Großmugl und Senning
standen im Einsatz. Es waren 18 Einsätze mit 437 Stunden zu bewältigen.

 

1984: Am 12.3. konnte unser Tanklöschfahrzeug 1000 Mercedes 608 D samt Funk,
Atemschutzgeräte und einer Mittelschaumanlage in Betrieb genommen werden.

Am 20.5. erfolgte die Segnung und offizielle Übergabe in Sierndorf.

Die Wehr wurden zu 13 Einsätzen, davon 2 Brände (30.8 Schottergrube-Reifenbrand und 23.8. Mülldeponie Hatzenbach) gerufen.

 

1985: Ankauf von neuen Ausgangsuniformen für die gesamte Mannschaft. Weiters wurde das Schlauchmaterial um 350 m erweitert. Die Feuerwehr rückte zu 14 Einsätze
aus. 

 

1986: Herbert Dvorak wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Anläßlich der
Reakterkatastrophe von Tschernobil kamen auch Männer unserer Wehr zum Einsatz
und waren mit der Strahlenmessung vom 6.5. bis 14.5. in der Schiffswerft
Korneuburg und an den Grenzübergängen in Haugsdorf und Hohenau beschäftigt.

 

Die Wehr verzeichnete 67 Einsätze mit 1.103 Stunden. (Besondere Einsätze: 5.8. und

19.6. Hochwassereinsatz 

7.8. um 1.15 Uhr Brandeinsatz Johann Ehn Nr. 55

26.8. Brand Mülldeponie Hatzenbach).

 

Der Ausrüstungsstand konnte um einen Einachsanhänger, 3 Tauchpumpen 3
Atemschutzgeräte, ein Greifzug sowie ein gebrauchtes Notstromgerät 2,5 kVA
erweitert werden.

 

1987: Die Ausrüstung wurde um 3 Handfunkgeräte, 10 Schutzjacken sowie

ein Notstromgenerator 8 kVA erweitert.  Es gab 28
Einsätze mit 344 Stunden, darunter am 25.8. um 17.00 Uhr einen Brandeinsatz am Bahnhof in Sierndorf (Anhänger Johann Schuster, Senning Nr. 21 sowie ein Strohwaggon der ÖBB).

 

1988: Lieferung des Atemschutzkompressors sämtlicher Feuerwehren der Großgemeinde

17.9. 70-jähriges Priesterjubiläum von Pfarrer Msgr. Karl Keck. Pfarrer Keck wird zum Ehrenmitglied ernannt. Es sind 34 Einsätze mit 1.221 Stunden
verzeichnet. (Am 17.6. um 1.15 Uhr ein Brandeinsatz bei Damianisch in Höbersdorf).

 

1989: Im Jahre 1989 wurde ein Kleinlöschfahrzeug Mercedes 310 angekauft. (Ein Vorgriff auf unser 100-jähriges Jubiläum). Weiteres wurde eine Abschleppachse in Dienst gestellt.

 

Es waren 40 Einsätze mit 820 Stunden, darunter 5 Brandeinsätze (8.2. um 0.20 Uhr Deponie Hatzenbach;

1.4. um 10.50 Uhr Maschinenhalle u. Traktor Franz Schmöllerl Nr.34;

10.5. um 21.30 Uhr Scheune Schauhuber Wollmannsberg; 17.8. um 21.00 Garten Gabriele Kappel; 7.8. um 17.00 Uhr Feldbrand Ebermann Hatzenbach) zu
bewältigen.

Umzug in unser neues Feuerwehrhaus

Die Platznot hat ein Ende!

1998 wurde mit dem Projekt "neues Feuerwehrhaus" begonnen, bereits 2 Jahren später war dieses fertiggestellt.